21.07.14 / 29.07.14 Unwetter in Sachsen und Thüringen

Hallo liebe Leser/innen,

fast eine ganze Woche dauerten nun die Unwetter an, wenn auch es zwischen drin kurze Pausen gab. Die Tiefdruckrinne wird nun die Stunden ausgeräumt. Perfektes Schlafwetter wird es geben. Dazu gibt es vorerst auch eine Unwetterpause. Bis mindestens Samstag stehen keine neuen Gewitter an. Die Zeit wird auch benötigt, denn die Aufräumarbeiten werden eine ganze Zeit andauern.

Los ging es am 21.07.2014 Multizellen überquerten das Erzgebirgsvorland. Längere Zeit regnete es vor allem um den Stollberger Raum sowie um Tannenberg bei Annaberg. Die ersten Probleme wurden sichtbar.

In Tannenberg drückte das Wasser Gullydeckel nach oben. Einige Autofahrer fuhren drüber und beschädigten ihr Fahrzeug.

Der Greifenbach reagierte schnell auf die Wassermassen und führte Hochwasser.

Eine Baustelle in Lugau an der Talstraße führte dieses Jahr schon zum 5.den Mal zu Überflutungen.

Am 25.07.2014 gab es am Abend Gewitter in Tschechien. Diese blieben an der Südseite des Erzgebirge und zogen dem Egergraben entlang.

Video dazu unter:

http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/26_07_14-Blitze-Erzgebirge

 

Am 27.07.2014 fuhren wir in Richtung Harz. Die Entwicklungen waren vorerst nur Orografisch, sodass wir die A 71 in Richtung Thüringen zurück fuhren. Hier waren dann deutliche stärkere Entwicklungen sichtbar. Wir stationierten uns nahe Jena und hatten einen tollen Blick auf das Komplex, welches gen Hermsdorf zog. Die Niederschlagssummen waren hierbei sehr hoch.

Video dazu unter:

http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/27_07_14-Unwetter-Gera

 

Am 28.07.2014 steigerte sich die Unwetterlage auch so langsam im Erzgebirge. Hierbei hatte die Gegend um Breitenbrunn-Johanngeorgenstadt. Eine sehr intensive und retrograde Zelle blieb über den Rabenberg stationär. 2 Stunden regnete es dort teilweise massiv mit über 55 mm /h. Das Wasser schoss hierbei teilweise mehrere Meter breit durch den Wald. Unterwegs trafen die Wassermassen jedoch kein besiedeltes Gebiet. Das Wasser floss direkt in den Pöhlbach. Erlabrunn wurde zudem nur gestreift aber selbst hier gab es noch satte 50 mm an Niederschlag!

Nachfolgend zog das Gewitter langsam gen Osten. Über Bärenstein brachte das Gewitter heftige Naheinschläge und Hagel mit sich. Die Größe lag jedoch unter 1 cm.

Keine 3 Stunden später zogen erneut Gewitter auf. Starkregen brachte um Raschau einige Überflutungen. Eine tolle Böenfront entstand vor Elterlein.

Video dazu unter:

http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/28_07_14-Boenfront-Erzgebirge

 

Am 29.08.2014 entstanden wiederum erste retrograde Gewitter um Johanngeorgenstadt. In Verbindung mit den vorigen Niederschlägen war das Resultat schnell ersichtlich. Auf der Schwarzenberger Straße gab es Hochwasser durch Starkregen. Die Feuerwehr war machtlos. Das THW musste Ausrücken.

Video dazu unter:

http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/29_07_14-Starkregen-Johanngeorgenstadt

Die Entwicklungen waren folgend jedoch für ganz deutlich noch heftiger. Überall gab es heftige Überflutungen. Um Zwickau stand das Wasser genauso hoch, wie in anderen Regionen. Dazu gab es einen tollen Frontaufzug nahe Reichenbach.

Wir Chaser sind mittlerweile auch müde und kaputt. Insgesamt standen ca. 2000 Km auf der Nadel. Es heißt daher die Tage. Kräfte sammeln!

Euer Sturmjägerteam aus dem Erzgebirge

Bernd, Michel, Daniel, Jens, Jens und Steffen.

 

Bildrechte: Bernd März und Daniel Bertram