13.06.15 Starke Gewitter durch Starkegen in Sachsen

Hallo liebe Leser/innen,

die erste richtige Schwergewitterlage traf am 13.06.2015 das Erzgebirge. Die Ausgangslage war eindeutig. Eine Tiefdruckrinne schob sich aus den Westen gen Mittel- und Ostdeutschland. Schon am Vortag gab es in Westdeutschland zahlreiche heftige Gewitter mit Unwettercharakter.

Das Setup war für Ostdeutschland richtig gut. Ausreichend Feuchte, Hebung und etwas Scherung ließen organsiertere Gewitter zu.

Schon gegen Mittag entstand über Zwickau ein erstes kräftiges Wärmegewitter, kurz dahinter folgte ein weiteres, was auch schon Hagel brachte.

 Die Zellen waren sehr blitzintensiv, kein Wunder bei der Luftmasse. Die Blitzrate war selbst bei den anfänglichen Wärmegewittern schon recht hoch. So kam es in St. Niklas bei Mülsen zu einem Feuerwehreinsatz. Angeblich sollte nach einem Blitzeinschlag in einem leerstehenden Wohnhaus ein Dachstuhlbrand ausgebrochen sein. Bei Ankunft bestätigt sich dies nicht.

Die Spuren des Blitzeinschlages sind aber deutlich zu sehen.

Danach positionierten wir uns bei Affalter. Man hatte hier einen tollen Blick auf ein weiteres Gewitter bei Hartenstein. Auch dieses blitzte sehr stark. Es gab zahlreiche Erdentladungen.

Danach ging es fast Schlag auf Schlag. In fast komplett Sachsen löste es aus, die Tops waren hoch, ein größerer Gewittercluster entstand. Genau über dem Erzgebirgskreis waren die Zellen anfangs retrograd. Wie auch in Freiberg regnete es hier längere Zeit extrem. Einzelne Kerne waren so stark, sodass es zu unzähligen Blitzeinschlägen mit entsprechenden Schäden kam. Neben schweren Sturmböen gab es nun auch Hagelmeldungen. Auf Grund des langsamen Höhenwindes gab es vorwiegend Überflutungen.

Im Bild der Gewitteraufzug über Annaberg.

Kurze Zeit später regnete es extrem. Das Wasser schoss vor allem bei Annaberg-Buchholz aus den Gullys.

 Nachfolgend waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Immer wieder galt es vollgelaufene Keller auszupumpen, Geröll von den Straßen zu beseitigen.

In Kretscham-Rothensehma knickte eine Fichte um. Diese wurde durch die Kameraden von der Fahrbahn entfernt.

Eine Baustelle in Herold wurde überflutet.

Danach beruhigte sich das Wetter. Gegen Abend waren die Unwetter anschließend in Ostsachsen angekommen. Hier gab es auch eine Superzelle. Die Abendstimmungen waren vor dem Kätfeuerwerk umso schöner.

Von den zahlreichen Gewittern gibt es auch ein Video. Dies findet ihr unter:

http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/13_06_15-Unwetter-Zwickau-Annaberg

Euer Sturmjägerteam