19.07.15 Unwetterwochenende in Sachsen

Hallo liebe Leser/innen,

ein interessantes Wetterwochende liegt hinter uns. Dabei hatten wir es ab Mittwoch mit einer Grenzwetterlage zu tun. Dabei trennte eine quasi stationäre Kaltfront stabile Luft im NO von labiler und hochreichend feuchter Luft im Südosten. Westthüringen befand sich hierbei schon in der stabileren Luftmasse, das Erzgebirge jedoch in einer sehr labilen Luftmasse. Entweder an Konvergenzen, orografisch oder direkt an der Kaltfront entstanden mehr oder weniger zahlreiche heftige Unwetter.

Dabei war es am Donnerstag noch relativ ruhig, einen tollen Sonnenuntergang gab es bei Stollberg, zeichnet aber schon die labile Luft in Form von den Farben wieder.

Am Samstag gab es wie oben erwähnt starke Gewitter an der Kaltfront. Zahlreiche Gewitter waren Superzellen. Z.B. Halle erwischte es mit großem Hagel und heftigen Downburst heftig. Bei Zeitz konnten wir eine tolle Zelle beobachten, welche zwar verstarb, danach aber an anderer Stelle wieder richtig Gas gab.

Am Sonntag gab es zwei Gewitterschwerpunkte. Am Mittag entstand an der Warmfront eines abziehendes Tiefs (es brachte in Polen heftige Unwetter) zahlreiche Gewitterzellen. Die Front zog wahnsinnig schnell, sodass man nicht hinterher kam. Erste Sturmschäden gab es vor allem um Chemnitz.

Eine zweite Welle kam dann am Nachmittag. Interessant ist eine Superzelle, die von Westthüringen bis nach Polen zog und sich immer an der Vorderseite der Front befand. Neben einem Tornadoverdachte gab es jede Menge Hagel. Nahe Chemnitz verclusterte das System und zog wiederum gen SO in Richtung Polen.

Erste Aufnahmen gelangen uns um Chemnitz/Stollberg und Zwickau

Wir fuhren weiter gen Görlitz, bei Bautzen waren wir im Gewittersystem. Nachdem wir es zwischenzeitlich eingeholt hatte, überrollte uns das System wieder. Erst in Polen waren wir zu Sonnenuntergang wieder kurzfristig vor dem System.

Auf der Autobahn gab es extremen Starkregen. Man hatte kaum Sicht.

Weiter östlich auf der A4 auf polnischer Seite gelang es bei Legnica, vor eine Superzelle zu kommen. Diese zog vor dem Sonnenuntergang auf. In der Zelle sank wieder die Sichtweite auf ein Minimum und es wurde stockfinster. Dazu gab es kräftigen Sturm.

Hinter der Kaltfront beruhigte sich das Wetter.

Bericht von Michel zur Unwetterlage:
http://www.frontgewitter.de/Unwetter19072015.html

Video zu den Gewittern unter:
http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/19_07_15-Gewitter-Chemnitz

Bis bald Euer Sturmjägerteam