Erst HP Superzelle dannach MCS mit evtl. Gustnado

Servus zusammen,
Laut Estofex standen gestern unwetterartige Gewitter an. Der Schwerpunkt sollte in Downburst liegen. Estofex behielt auch recht. Eines der schlimmsten Gewitter der Saison 2006 überquerte Sachsen. Schon nach dem Mittag kam aus Baden-Württenberg ein Multizellengewitter rasch auf uns zu.
Dieses Multizellengewitter intensivierte sich rasch. Schon erste Unwetterwarnungen waren für den Westen und Bayern vorhanden.
Genau über Bayern zerfiel dieses Multizellengewitter immer mehr und es bildete sich rasch eine gut ausgeprägte Squalllinie. Die Squall linie gebunden an einem Gewittertief zog unter gleichbleibender Intensität über Sachsen hinweg. Der Hauptkern der Linie sollte am Grenzkamm entlang ziehen. Zuvor sorgte anscheinend eine Mesozyklone für Hagel und Überflutungen in und um Annaberg-Buchholz.
Ein paar Bilder der Meso mit verdächtigen Strukturen.

Hier mal mit mehr Kontrast

   

hier wieder mit mehr Kontrast

 

Dies selbe noch mal auch mit mehr Kontrast

Hier verliert die Wolkenabsenkung ihre Struktur, da sie mit der herannahenden Squall linie zu nehmend absorbiert wurde.

Dunstschwaden von der Zelle

Cb zu der Mesozyklone

weitere Konvektion an der Südseite.

  

Die Squall linie rückte nun immer näher. Mehrere Funnel cloud waren zu sehen. Eine entsprechende Meldung wurde abgegeben.
Danach entwickelte sich ein Tornado direkt an der Böenfront. Neben diesem Foto gibt es weitere Augenzeugen die deutlich Rotation erkennen konnten. Später stellte sich heraus, dass es enorme Waldschäden in diesem Waldgebiet gab.

 

Die Böenfront rückte nun immer weiter heran.

 

Turbulente Strukturen unterhalb der Böenfront.

   

Mit eintreffen des Niederschlages gab es auch schwere Sturmböen örtlich sogar Orkanböen.

Im Norden des Landkreises gab es Hochwasser, der Dorfbach trat über die Ufer. Außerdem gab es Brände durch Blitzeinschläge.

Hier noch eine Pressemitteilung der Freie Presse:
Die Mitarbeiter der Rettungszentrale des Kreises  Annaberg berichten gestern Abend von 30 Stellen, an denen 15 Wehren im Einsatz waren. Das nördliche Kreisgebiet mit Gelenau, Jahnsbach und Thum sei besonders betroffen gewesen. In Gelenau verwandelten sie Wassermassen den Dorfbach in einem reißenden Strom und überfluteten Straßenabschnitte. Doch auch in der Kreisstadt, in Frohnau, Sehma und Walthersdorf habe der Sturm seine immense Kraft demonstriert. „Wir müssen erst eine genaue Auflistung erstellen“, erklärte Helmut Siegel kurz vor 21.30 Uhr. (mit mb/bz/hy)

Gruß Bernd