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  • 04.07.14 - 08.07.14 Unwetterjagd in Deutschland

    Hallo zusammen,

    es folgt nun der Chasingbericht der vergangenen Unwetterlagen. Angefangen hat alles am 04.07.2014. Bernd März und Jens Uhlig verlegten ihren Standpunkt nach Bayern bis nach Starnberg. Wir erwarteten hefige Gewitter aus der Schweiz heraus. Leider war der Föhn zu stark. Die Unwetter blieben aus. Alles vertrocknete, was über die Alpen kam. Nach einem Tag Chaserpause verlegte Bernd März wiederum seinen Standort nach Siegen. Die Konvergenz machte dort ordentlich Musik. In der Nähe von Wetzlar lies er sich von der Konvergenz überqueren. Insgesamt gab es nicht viel Regen dafür aber heftige Sturmböen mit entsprechenden Schäden. Das Video dazu findet ihr unter:

    http://www.stormchasing-erzgebirge.de/gallery/index.php/Videos/Gewittervideos-und-ihre-Begleiterscheinungen/06_07_14-Unwetter-Wetzlar

    In Sachse

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  • 09.06.14 - 11.06.14 / NRW, Magdeburg, Sachsen / Unwetter

    Hallo liebe Leser/innen,

    die letzten 3 Tage verlangten Deutschland sehr viel ab. Nach dem Pfingsten hochsommerlich warm gewesen ist, rollten seit Pfingstmontag Unwetter im Akkord über Deutschland hinweg.

    Das Sturmjägerteam Erzgebirge/Vogtland bewarnte diesmal die Lage nicht nur regional sondern bundesweit.

    Verifikation: Die Ausgangslage für Pfingstmontag war klar. Die Wettermodelle sprangen auf Schwergewitter an. Cape, Dynamik, Temperatur, Taupunkt lagen im extremen Bereich.

    09.06.2014: Auslöse begann recht frühzeitig. Die Gewitter zogen u.a. bis nach Berlin, was sehr außergewöhnlich war. Eigentlich hätte es in dieser Region, um dieser Uhrzeit nicht wirklich gewittern sollen. Mittlerweile entstand auf Grund der stationären Tiefdruckrinne eine „Gewitterrennbahn“. Mehrere MCS überquerten das Rheinland und den Norden. Der Höhepunkt sollte das MCS am Abend sein. Kurz vor der deutschen Grenze entwickelte sich massivst das MCS, welches NRW verwüstete.

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  • 27.05.14 / Meißen / schwere Unwetterschäden

    Hallo liebe Leser/innen,

    ausgiebig wurde die Unwetterlage vom 27.05.2014 durch das Sturmjägerteam Erzgebirge/Vogtland angekündigt. In einer Tiefdruckrinne, welche über Sachsen lag, sollte es verstärkt Niederschläge geben. Man erwartete Niederschlagsmengen von über 100 mm in 24 Stunden. Besonders gefährlich prognostizierten wir die Ausgangslage im Erzgebirge ein. Am Samstag fielen durch starke Gewitter schon 50 mm. Die Böden waren nach der trockenen Witterung voll mit Wasser gesättigt. Sorgen bereiteten uns vor allem die konvektiven Starkniederschläge und die bevorstehende Dauerregenlage.

    Gegen Mittag drückten die ersten konvektiven Niederschläge aus Tschechien rein. Der Pegel der Sehma stieg rasch, von den Feldern drückte rasch das Wasser.

    Die Feuerwehr war zügig an den Einsatzstellen konnte

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  • 24.05.14 / HP Superzelle im Erzgebirge

    Hallo liebe Leser/innen,

    am Samstag gab es erneut schwere Gewitter inklusive Unwetter in Sachsen. Die Lage an sich ist uns etwas durch die Lappen gerutscht. Nachdem eine Front am Freitag die schwülheiße Luft nach Osten verdrängte, gelang es dieser am Samstag erneut einen kurzen aber kräftigen Vorschub nach Sachsen. In kurzer Zeit kletterte das Thermometer auf 25 °C bevor heftige Gewitter einen regelrechten Temperatursturz verursachten. Die Zutaten passten wieder einmal perfekt. In Zusammenspiel mit Radardaten und den Beobachtungen schließen wir auch hier keine Superzelle mehr aus. Schon in Bayern entstand diese, zog in Tschechien rein, und bekam direkt am Erzgebirgskamm einen neuen Zyklus. 12:10 UTC hatte sie u.a. schon ein deutliches Hook Echo. Anscheinend befand sie sich diesmal zu nah am Erzgebirgskamm, sodass sie auch den Niederschlag auf deutschem Gebiet abwerfen konnte. Am Vortag war die Situation ja auch anders. Auch ist das Scheren auf dem Radar sehr stark

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  • 23.05.14 Superzelle am Erzgebirgskamm

    Hallo liebe Leser/innen,

    Heftige Unwetter beendeten in Sachsen die kurze Hitzewelle. Dabei wurde es gestern in Ostsachsen mit 28 °C noch einmal heiß. Mit Annäherung der Kaltfront wurde es schon gestern schwül, heute brachte diese ausreichend Hebung, sodass schwere Gewitter mit Unwetter eintreffen sollten. Die Wettermodelle waren sich etwas uneins. Nachdem der WRF 12 Z Lauf von vorgestern die volle Breitseite erwartete, ruderte der gestrige 06 Z Lauf arg zurück. Auch GFS zeigte kaum konvektive Signale. Der 12 Z Lauf möge jedoch Recht behalten.

    Unsere Vorhersagen sehen leider keine regionale Vorhersage, wir können nur gewisse Bereiche eingrenzen. Umso mehr passte unsere Synoptik aus den Vortagen.

    Nach dem Mittag bildete sich auf tschechischer Seite (keine 10 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt!!) eine erste Zelle. Sie entwickelte sich explosionsartig. Windscherung war am Kamm deutlich zu vernehmen. Die Superzelle aus Tschechien zog hierbei die ganze

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