26.05.14 Schwere Unwetter möglich

Liebe Leser,

bevor wir diesen Text hier veröffentlichen, haben wir lange über das mögliche Eintreten einer oder mehrerer Unwetterlagen diskutiert. Es gestaltet sich nämlich ziemlich schwierig im Gewirr der Wettermodelle die für Euch wichtigen Informationen herauszuarbeiten!

Fangen wir so an. Die Modellwelt schaut schon seit einigen Tagen ziemlich erschrocken auf den Output der Wettermodelle. Dort werden nämlich gleich 2 potentielle Unwetterlagen für unsere Region vorhergesagt.

Zum Einen wäre da die Möglichkeit von heftigen, teils auch unwetterartigen Gewittern, die sowohl heute als auch im morgigen Tagesverlauf Einfluss auf das Wetter in Sachsen nehmen können, zum Anderen müssen wir uns mit einer möglichen Stark-und Dauerniederschlagsphase beschäftigen, die Teile Deutschlands (wahrscheinlich auch Sachsen) erfasst und bis Mittwoch für heftige Niederschläge sorgen kann.

Der schlimmste anzunehmende Fall wäre (zumindest in der Rechentheorie der Wettermodelle), das die beiden Ereignisse auf relativ engem Raum eintreffen. Dabei liegen Sachsen, Thüringen und Hessen nach jetzigem Stand der Dinge relativ zentral am Ort des Geschehens. Einzelne Modelle rechnen gar vereinzelte Niederschlagsmengen wie zur Hochwasserkatastrophe 2002.

Sicher scheint, das am heutige Tag, insbesondere am Nachmittag, am Abend und in der Nacht in Sachsen mit heftigen Gewittern gerechnet werden muss. Hauptgefahren stellen neben Blitzschlag und stürmischen Böen außerdem Hagel (größer 2cm) und Starkregen dar.

Die Gewitter sollten sich an einer Konvergenz bilden, die etwa auf einer Linie München-Dortmund liegt, und danach Richtung Nord-Nordost auch auf Sachsen übergreifen. Dabei sollten das Vogtland sowie das Westerzgebirge zuerst betroffen sein. Aber besonders im Bergland muss durchaus auch mit der Bildung einzelner Gewitter gerechnet werden. Da die Gewitterzellen sehr langsam ziehen, muss schon heute mit starken Niederschlägen und Überflutungen gerechnet werden.

In der Nacht zum Dienstag bildet sich über Polen ein weiteres Niederschlagsgebiet, was in unsere Richtung zieht. Die Zugbahn und die zu erwartende Intensität sind allerdings noch unsicher und werden Aller Voraussicht nach erst kurz vor Eintreffen des Ereignisses feststehen.

Hier liegt die größte Brisanz bei dieser Lage. Sollten am Dienstag bereits ab Vormittag schwere oder gar unwetterartige Gewitter in Sachsen auftreten und trifft das aus Polen kommende Niederschlagsgebiet die Gebiete erneut, dann heißt es schlicht und ergreifend "Land unter". Bis Mittwochabend würden im schlimmsten, anzunehmenden Fall teilweise über 200L/24h vom Himmel kommen! Das wäre schon eine Hausnummer!

Wir können von daher nur hoffen, das nicht der schlimmstmögliche Fall eintreten wird, das Schwergewitter und Niederschlagsgebiete nicht die selben Regionen treffen, das es sich am Erzgebirge nicht noch zusätzlich staut und das die Wettermodelle die Lage etwas übertrieben berechnet haben.

Dieser kurze Abriss der derzeitigen Wettersituation ist nur ein erster Hinweis auf das, was uns in den nächsten 3 Tagen erwarten könnte. Wir werden die Situation weiterhin für Euch (und auch für uns ) im Auge behalten. Allen Skeptikern sei an dieser Stelle noch kurz gesagt: Nein, wir wünschen uns diesen "Mist" nicht und wären froh, wenn wir mit unserer Ankündigung meilenweit daneben liegen. Wir wissen ja, wie es vor etwa einem Jahr in Sachsen gelaufen ist. Das brauchen wir nicht wieder!

FAZIT: Ab Montagnachmittag muss in Sachsen (bevorzugt im Süden und im Bergland) mit starken Gewittern gerechnet werden (Hagel, Sturmböen, Starkniederschlag, Blitzschlag). In der Nacht auf Dienstag weitere Niederschläge aus Südwest mit eingelagerten Gewittern nordöstlich übergreifend. Am Dienstag schwere Gewitter, örtlich Unwetter möglich, Übergreifen eines Regengebietes aus östlicher Richtung, mit den im obigen Text beschriebenen Gefahren!

Euer Sturmjägerteam