04.07.14 - 08.07.14 Gewitter und Unwetter drohen

Hallo liebe Leser/innen,

der Sommer kommt und mit ihm die Gewitter und Unwetter. Wie wir schon auf unserer Facebook-Seite angekündigt hatten, wird die Luftmasse ab Freitag zunehmend labil. Dabei verschwindet das Zwischenhoch gen Osten und es wird der Weg frei für Tiefdrucksysteme, die aber mit ihrer Kaltfront nicht sofort Deutschland überqueren wird. So entsteht eine Vorderseitenlage mit viel Energie, da die Tiefdrucksysteme sich relativ nahe an Deutschland befinden, besitzen wir ausreichend Dynamik und Hebung, damit überhaupt Gewitter entstehen können.

 

Am Freitag stehen Gewitter und Unwetter vor allem in Baden-Württemberg und Bayern. Dabei wird es sich um Warmlufteinschubgewitter handeln. Wir sprechen davon, wenn eine Warmfront hinter sich heiße Luftmassen mit sich führt, jedoch feucht angereichert ist.

Wir erkennen dies auch schön in der 850 hPa Temperaturkarte. Die rote Farbe wird schön nach Norden transportiert.

Cape ist ausreichend da und wird deutlich über 1500 J/Kg liegen.

Ein kleinräumiges Gewittertief soll um den Schwarzwald herum entstehen. Man erkennt es in den Modellen toll an den bodennahen Winden.

Demzufolge rechnen die Wettermodelle auch mit konvektiven Niederschlägen.

Die heiße und labile Luftmasse in größere Höhe wird weiter gen Osten getragen. D.h. die Gewitter verlagern sich auch tendenziell gen Osten.

Selbst in den Morgenstunden rechnen die Wettermodelle Niederschlag bis nach Brandenburg

Am Samstag zieht von Westen eine Kaltfront ran. D.h. die Gewitteraktivität steigt ab den Mittagsstunden vor allem in Mittel- und Ostsachsen.

Sonntag: In der Regel fließt nach einer Kaltfront angenehmere, frischere Luft ein. Dies wird aber diesmal nicht der

Fall sein. Die Kaltfront wird rückläufig zu einer Warmfront. D.h. wiederum wird heiße und sehr labile Luft nach Ostdeutschland geführt.

 

 

 

Da generell die Luftmasse in Gesamtdeutschland labil und feucht ist, sind Gewitter fast überall möglich.

Die Tiefdruckrinne schiebt sich zudem langsam nach Osten, d.h. vor allem am Montag und auch Dienstag sind heftige Gewitter und Unwetter in Sachsen und Brandenburg zu erwarten. Dort wo den ganzen Tag über die Sonne einstrahlte, besteht die Gefahr von größerem Hagel.

 

 

Zusammenfassung:

Freitag: blitzintensive Gewitter entstehen in Baden-Württemberg und ziehen gen Nordosten. Bis weit in die Nacht hinein sind diese aktiv und können bis weit nach Norden vorankommen.

 

Samstag: Eine Kaltfront, die nach Durchzug rückläufig zur Warmfront wird, bringt in Sachsen Gewitter, die Unwettergefahr ist aber geringer als am Freitag.

 

Sonntag (unsicher): Wir bleiben weiterhin in feucht, labiler Luft, in ganz Mittel- und Ostdeutschland sind Gewitter zu erwarten:

Montag (unsicher): Gewittertiefs entstehen, großflächige Gewitterherde sind möglich, die vor allem in Ostdeutschland schwere Gewitter und Unwetter entstehen lassen können.

 

Unsicherheiten: Die Unsicherheiten behaften sich vor allem auf den Montag und Dienstag. Entscheidend hierfür ist, wie schnell die heiße Luft gen Osten abgedrängt wird. Geschieht dies relativ langsam können immer wieder Gewittertiefs entstehen und über Ostdeutschland ziehen. Wird die heiße Luftmasse relativ schnell gen Osten ausgeräumt, sind nur an einem Tag heftige Gewitter zu erwarten.

Zellmodus ab Sonntag in Ostdeutschland: Superzellen mit der Gefahr von größeren Hagel, die Tornadogefahr ist jedoch gering. Da wir nicht sonderlich viel Geschwindigkeitsscherung in der Atmosphäre besitzen.

 

Wir werden euch die Tage weiterhin auf dem Laufenden halten.


Euer Sturmjägerteam